Donnerstag, 1. Januar 2009

WIR WUENSCHEN EUCH ALLEN EIN GANZ FROHES NEUES JAHR UND WIR HOFFEN EUCH SIND BEIM ANSTOSSEN NICHT DIE FINGER ABGEFROREN *HarrHarr*


Wir haben Silvester in Guiyaquil gefeiert und durften das unausweichliche Schicksal von einigen Knallpuppen miterleben.. aber dazu demnaechst mehr!

Freitag, 26. Dezember 2008

Cuenca



Von Riobamba dauert es ca 6 Stunden nach Cuenca und die Busfahrt war die bisher interessanteste. Wir sassen ganz vorne und haben alles mitgekriegt. Irgendwann war die normale Strasse wegen Bauarbeiten gesperrt und es ging auf einer sehr schmallen Schotterpiste weiter, sehr aufregend. Wir sind dann am fruehen Abend bei Regen in Cuenca eingetroffen. Cuenca ist die drittgroesste Stadt Equadors und wunderschoen.







Wir sind 2 Tage durch Cuenca spaziert und haben uns alles angeguckt. In Cuenca gibt es total viele Kirchen und vorgelagerte Plaetze. Es gibt viele alte, sehr schoene Haeuser und die Stadt ist gross genug, sodass sich die Touristen gut verteilen. Am Montag waren wir dann sogar in einem Museum, wo es einige Informatione ueber die Shuar gab. Komisch war nur, dass diese Informationen die einzigen im ganzen Museum waren, die ins Englische uebersetzt waren. Und am Dienstagabend waren wir im Kino und haben den neuen James Bond auf Englisch geguckt. Fast wie zu Hause!



Am Mittwoch sind wir dann morgens weiter nach Vilcabamba!

Montag, 22. Dezember 2008

dringend...

Wir wuenschen allen ein froehliches und schoenes Weihnachtsfest!

Riobamba, Zugfahrt zum Teufel und Wandern bis zum Eisberg...

Am Sonntag, den 7.12.2008, einen Tag nach Nikolaus, sind wir dann ja in Arutam aufgebrochen und in Riobamba gelandet. Riobamba ist eine mittelgrosse Stadt in den Anden mit panoramablick auf die ganzen Vulkanriesen, wie Chimborazo, El Altar usw.. In Riobamba gab es wenig Touristen und die waren alle nur da um die Zugfahrt zur Teufelsnase zu machen, das haben wir natuerlich auch gemacht. Aber nun erst mal der Reihe nach: erst mal sind wir 2 1/2 Tage quer durch die Stadt gelaufen, haben im schlimmsten Hostal der Stadt uebernachtet, war aber auch das billigste, und uns eine Wandertour mit Wanderfuehrer organisiert.


Am Mittwoch sind wir dann super frueh aufgestanden um um 6:00 den Zug zu nehmen. Der faehrt einfach so frueh und kein Mensch weiss wieso. Ein richtiger Zug war das auch eher nicht, viel mehr 2 alte Busse auf Schienen. Aber man durfte auf dem Dach sitzen und mit den Fuessen baumeln und sich unter den gefaehrlich nah vorbeisausenden Hochleitungen weg ducken, was allles in Einem super klasse war. Die Zugfahrt ging ueber Guamote, Alausi bis zur La Nariz del Diablo und wieder nach Alausi zurueck. Die Landschaft ist spektakulaer und vom Zugdach aus nimmt man die Umgebung noch mal ganz anders als aus einem Busfenster wahr.







Am Donnerstag ging dann unsere Wandertour im Chimborazo-Nationalpark los. In dem Reisebuero haben wir Raoul, unseren Wanderfuehrer kennengelernt und das ganze Equipment eingesammelt. Dann wurden wir mit dem Auto nach Urbinas gefahren. Dort warteten schon Dario und sein kleiner Sohn, unsere Pferdefuehrer, mit seinen beiden Ponies auf uns. Die Ponies haben das ganze Zeug geschleppt. Dann sind wir gewandert. Erst ging es ueber Felder und Wiesen mit Kuehen, kleinen Bauernhoefen und so, dann wurde die Landschaft aber immer unberuehrter, eine Art Steppen-Graslandschaft. So nach ca 4 Stunden sind wir dann schon am ersten Zeltplatz angekommen, direkt am Fusse des Chimborazo. Man konnte von dort den Tungurahua und auch den Carihuairazu, den wir bestiegen haben. Wir haben die Zelte aufgebaut und Henning und ich sind noch ein wenig rumgelaufen. Doch dann fing es an zu regnen. Bevor wir uns in unseren mehrere Schichten unmfassenden Schlafkokons einwickeln durften um den Minustemperaturen in der Nacht zu trotzen, hat uns Raoul noch ein sagenhaftes 2 Gaenge-Menu gezaubert... Camping deluxe, war das.




Am naechsten Morgen gab es dann ein reichliches Fruehstueck und wir sind weiter gewandert. Auf dem Weg haben wir viele Vicuñas, eine wilde Art kleinere Lamas der Anden, viele Lamas und beim Piknick an einem klaren Bergsee Kolibries gesehen.Wieder nach so ca 4 Stunden sind wir dann auf einer Berghuette angekommen, die wieder zu Fuessen des Chimborazo lag. Dort hat es viel geregnet und sogar in der Nacht geschneit. Nach den ersten beiden strapazenreichen Tagen haben wir den Nachmittag dann verschlafen, aber es war auch einfach zu kalt um etwas anderes zu tun. Und nach dem 2-Gaenge-Abendbrot sind wir dann auch ziemlich schnell ins Bett. Um 2:00 sollten wir schliesslich wieder geweckt werden.


Um 3:00 sind wir dann gestartet. Erst ging es Ewigkeiten im Dunkeln nur bergauf. Das war super anstrengend, vor allem hat man bei der sehr duennen hoehenluft enorme schwierigkeiten zu atmen, der Puls spielt da auch gern mal verrueckt! Am Fusse des Gletschers des Carihuairazo wurden dann die ganzen spezialutensiliem wie Eisaexte, Steigeisen und Sicherheitsgurte angelegt und wir bekamen ein kleines Briefing, wie man ueberhaupt alpin bergsteigt... in Deutschland heatte man da wahrscheinlich erstmal einen dreiwoechigen Lehrgang mit besonderen Zertificat gebraucht. Unserer zweiter Begleiter Dario, der sich noch spontan emtschlossenhatte unserer Krakselei beizuwohnen, hatte uebrigens nur eine Eisaxt fuer den Aufstieg zur verfuegung, ueberlebt hat auch er die Kletterei.

1 Stunde war es noch bis zum Gipfel und zwischendurch und vor allem das letzte Stueck war es fast senkrecht und auch ziemlich vereist. Und dann waren wir oben! Immerhin stolze 5020m hoch! Eva war voellig fertig, aber die Aussicht hat alles wieder wet gemacht, wahnsinn! Nun war es ca 8:00. Von oben haben wir gesehen, dass der Sangay etwas ausgestossen hat und es war sowieso alles super klar. Nun mussten wir aber auch schnell wieder runter, denn wenn die Sonne zu hoch steht wird der Schnee sehr weich und gefaehrlich. Zurueck sind wir auf weichen Knien in etwa der halben Zeit zur Huette geglitten, von wo aus es mit dem Auto wieder nach Riobamba ging.


Eigentlich wollten wir diese Stadt so schnell wie moeglich verlassen, doch dann waren wir viel zu muede um noch 6 Stunden im Bus zu sitzen und nach Cuenca zu fahren.

Montag, 8. Dezember 2008

Arutam - unsere Dschungelerfahrung

Arutam, Km 48

Aussicht von Camelinas Haus, da haben wir gewohnt. Das ist der Sangayvulkan

Arutam ist ein kleines Shuar-Dorf, was eigentlich aus der Vargas-Familie besteht. Es liegt an der Strasse von Puyo nach Macas im Amazonasgebiet, Km 48.

Ernesto Vargas lebt hier mit einer seiner Frauen und vielen der 12 Kindern. Er hat noch mit einer anderen Frau 12 Kinder in einem anderen Dorf. Viele seiner Kinder haben schon eigene Familien, denn der aelteste, Timoteo ist schon 37 Jahre alt. Das juengste Kind ist 11 Monate alt.

In Arutam gibt es 5 Wohnhaeuser, ein Kuechenhaus, eine Schule, ein Haus fuer die Freiwilligen, eine ziemlich neue Klinik, die noch nicht in Betrieb ist, ein Volleyball- und ein Fussballfeld. Zu Arutam gehoert ganz viel Wald, Regenwald mit noch verschiedenen kleineren Haeusern an Aussichtpunkten zum Uebernachten!

Seit 10 Jahren arbeiten die Familie mit Freiwilligen und seit 2005 gibt es Fundecoipa. Im Moment hat Fundecoipa viele Probleme wegen des Landbesitzes und sie brauchen Geld, viel Geld.

Praktisches Training: Shuar-Kriegsfuehrung



Unser Tag im Dschungel began um 7:30 mit dem Fruehstueck, welches aus den verschiedensten Dingen bestand, von Bananenpfannkuchen, gebratenen Kochbananen mit frischen Obst bis Eintopf.

Um 8:30 haben wir dann mit dem Arbeiten angefangen. Wir haben immer mit Timoteo gearbeitet. Eigentlich brauchten wir dafuer immer die Macheten. Mit der haben wir Wege im Dschungel wieder frei gemacht, ein Feld fuer einen botanischen Garten von stoerenden Pflanzen befreit, auf einem Grundstueck fuer einen Gemuesegarten Baeume gefaellt und eine Unterstand bei einem Aussichtspunkt in der Naehe eines Wasserfalls gebaut.


Um 12:30 gab es Mittagessen, auch hier gab es viele verschiedene Gerichte. Meistens mit Kochbananen (Plantane).

Nach dem Essen war dann erst mal bis 14:00 Fiesta und dann haben wir noch 2-3 Stunden gearbeitet.

Um 19:30 gab es Abendbrot, das meist aehnlich war wie das Mittagessen.

Sonst hatten wir viel Freizeit, da haben wir mit den anderen Freiwilligen (bis zu 7 andere waren in unserer Zeit da) gequascht, Bier getrunken, Karten gespielt (wir koennen jetzt auch Poker), Spanisch gelernt, in der Haengematte geschlafen oder gelesen.

Einmal gab es ein Fussballspiel, Freiwillige vs Arutam

Wir haben auch Wanderungen gemacht! Einmal sind wir zum Fluss Pastaza gewandert, dort gibt es eine Strand und es ging ueber Stock und Stein querr durch den Urwald. Super schoen!



Zweimal haben wir unter dem Unterstand, den wir gebaut haben, am Wasserfall uebernachtet. Mit allen Ameisen, Spinnen und kleine Skorpionen. Dort gab es dann abends ein Lagerfeuer mit Shuargeschichten, erzaehlt von Enrique, ein vorzeige Shuar. Enrique hatte meistens einen nackten Oberkoerper mit Farbe im Gesicht.

Enrique



Alles in allem eine super Erfahrung mit viel Spass und vielen interessanten Menschen, Erlebnissen, Tieren und Pflanzen!
Doch nun beginnt das Reisen...

Quito, Baños und Puyo

In Quito sind wir am 3. November um halb 12 angekommen, eine halbe Stunde zu frueh, was echt scheisse wegen unserem Visum ist... Nun ja, das kriegen wir schon geregelt!




Quito ist gross, laut, voll und unheimlich! aber auch sehr schoen, vor allem die Altstadt, und interessant.
Von da sind wir dann 3 Tage spaeter mit dem Bus, zum ersten Mal in Equador Bus fahren ist schon ein Erlebnis, nach Baños.



Baños ist eine kleine, Touristenueberlaufene Stadt am Fusse eines aktiven Vulkans, dem Tungurahua. Es gibt dort heisse Quellen und das wohl beste Hostal Equadors (jedenfalls unseren Quellen und Erfahrungen nach!) und Baños ist gut zum Eingewoehnen. Es gibt alles, was man braucht, viele Leute sprechen Englisch und es gibt viele Westler! nach 3 Tagen war es dann aber auch genug!

Baños, mit dem Tunguharua im Hintergrund

Dann ging es nach Puyo.



Puyo ist eine Stadt in der Mitte des Amazonasgebiet. Sonntags ist dort Markt, es gibt wenig Touristen und viel zu sehen von den alltaeglichen Dingen des Equadorianers. Diese Stadt haben wir dann noch 2 mal besucht, es ist die naechste Stadt mit Internet von Arutam.



Dienstag, 4. November 2008

America XXL

Am 27.10. ging unser Flieger morgens in aller Herrgottsfruehe von Frankfurt nach Atlanta. Wir hatten noch abends Gruenkohl gegessen und nicht geschlafen...













Der Flug ging gefuehlt unendlich und in Realitaet circa 10 Stunden. Nun sind wir mit Foto und Fingerabdruecken im amerikanischen System aufgenommen. Nach ewigen Anstehen zum Gepaeckroentgen konnten wir nun endlich die Johanna in die Arme schliessen.















Es folgte eine Woche astreines Amerikaprogramm im XXL format inklusive Halloween, Honky tonkin in Nashville, Musikcity, Rollerskating und endloser Schlemmerei.
(oben zu sehen ist der Boulevard in downtown, auf dem das Leben tobt und in jeder Bar Livemusi und Tanz abgeht... da waren wir natuerlich auch nicht ganz dran unbeteiligt.. unten sieht man das famous tootsies und uns bei einer Boritoschlacht).














Am 3.11. hiess es dann Abschiednehmen von Johanna,Tosh und Amerika...